Aktienrecht

Das Aktiengesetz bzw. Aktienrecht beschäftigt sich mit den Rechten und Pflichten aller Kapitalgesellschaften, die auf Wertpapieren basieren. Die Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) und des Handelsgesetzbuches (HGB) finden zusätzlich Anwendung. Um überhaupt als Aktiengesellschaft gelten zu können, müssen folgende Merkmale erfüllt sein:

  1. Besitz einer eigenen Rechtspersöhnlichkeit
  2. Die Gesellschafter werden im Allgemeinen als Aktionäre bezeichnet
  3. Die Aktionäre beteiligen sich mit ihren Einlagen am Grundkapital der Gesellschaft, das in eine bestimmte Anzahl an Wertpapieren zerlegt ist
  4. Die Haftung der Aktiengesellschaft bleibt auf das Gesellschaftsvermögen beschränkt

Wer sich als Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln möchte, hat ein Mindestartkapital von 50.000 Euro aufzubringen. Die Anleger erhalten dann die Möglichkeit, sich durch den Kauf von Aktien an dem Unternehmen beteiligen zu können. Für den Betrieb bringt die Veräußerung der Anteile neues Eigenkapital ein.  Zuvor ist die Firmengründung einer Aktiengesellschaft vom Notar zu beurkunden.

Verpflichtender Inhalt der Satzung:

  • Name und Sitz der Firma
  • Unternehmensgegenstand
  • Grundkapital
  • Art sowie Nennbetrag der Aktien
  • Anzahl der Vorstandsmitglieder
  • Entscheidung über Form der Bekanntgabe

An dieser Stelle sind jedoch noch nicht alle Bedingungen für die Rechtsfähigkeit erfüllt. Zunächst einmal muss von den Gründern ein Aufsichtsrat installiert werden – Dieser hat dann wiederum die Aufgabe, Mitglieder für den Vorstand zu benennen. Beide Organe kümmern sich anschließend um die Überprüfung des eigentlichen Gründungsvorganges der Firma. Bei ordnungsgemäßem Ablauf sind die Gründer und die beiden wichtigsten leitenden Firmenorgane dazu verpflichtet, die Eintragung ins Handelsregister zu beantragen. Ist dies geschehen, darf die Gesellschaft als vollwertige juristische Person auftreten.

Vorstand

Der Aufsichtsrat entscheidet über die Berufung und Zusammenstellung des Vorstandes, der dann in eigener Verantwortung für die Leitung des Betriebes verantwortlich ist. Er handelt nach der Ernennung weitestgehend autark vom Aufsichtsrat und der Jahreshauptversammlung, d.h. er muss sich ausdrücklich nicht an die Weisungen der beiden andere Organe halten. In der Unternehmenssatzung schreibt der Betrieb jedoch nach eigenem Ermessen fest, bei welchen Geschäftsangelegenheiten eine explizite Genehmigung seitens des Aufsichtsrates einzuholen ist – zumeist handelt es sich hier im größere Investitionen und Käufe mit nicht zu unterschätzendem Einfluss auf den unternehmerischen Erfolg. Zur Abberufung des Vorstandes kann es nur kommen, wenn die Aufsichtsrat einen juristisch relevanten, wichtigen Grund anführt.

Aufsichtsrat

In der Regel bilden 3 bis 21 Mitglieder den Aufsichtsrat, der sich aus Anteilseignern und Arbeitnehmern zusammensetzt. Wie bereits angerissen liegt der hauptsächliche Tätigkeitsbereich des Rates in der Überwachung der Geschäftsführung selbst: Gleichzeitig darf er diesen Bereich jedoch zu keiner Zeit in eigener Verantwortlichkeit übernehmen. Ab einer Angestelltenzahl von über 2.000 Mitarbeitern müssen die Mitglieder zu einem Drittel aus Arbeitern bestehen, darüber beträgt der Anteil sogar 50%. Der Aufsichtsrat hat darüber hinaus auch dem vom Vorstand erstellten Jahresbericht einer gründlichen Prüfung zu unterziehen.

Hauptversammlung

Die Hauptversammlung besitzt unter anderem die Entscheidungsgewalt über die Auszahlung der Dividenden. Als Organ der Gesellschafter und Aktionäre darf sie Änderungen in Bezug auf das Grundkapital beschließen, zudem diskutieren und initiieren die Teilnehmer in den Sitzungen mögliche Satzungsänderungen und Modifizierungen am Unternehmervertrag. Einberufen wird die Hauptversammlung durch den Vorstand.

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